Warum der kinesiologische Muskeltest funktioniert

Aktualisiert: Jan 4



Der kinesiologische Muskeltest, wissenschaftlich erklärt & warum er tatsächlich funktioniert


Kinesiologie hat nichts mit Kinetik und Bewegung zu tun, sondern ist ein Name, der von George Goodheart geprägt wurde, der in den 60er Jahren festgestellt hat, dass man über Muskeln das Nervensystem testen kann. Die Kinesiologie ist eine Muskelfunktionstesttechnik, wobei wir nicht den Muskel testen, sondern über den Muskel das Nervensystem abfragen. Ein Muskel hat selber in den Sehnen Rezeptoren, die die Spannung des Muskels messen und ans Gehirn weiterleiten, worauf das Gehirn eine entsprechende Antwort gibt und die Spannung des Muskels steuert.

Weiters ist wichtig, dass jeder Muskel nur ziehen und nicht schieben kann. D. h. es muss zu jedem Muskel, der zieht, mindestens einen Gegenmuskel geben, der in die andere Richtung zieht. Dieses Antagonistenpaar muss miteinander reden. Dies ist in der Neurologie verankert, dass diese Muskeln miteinander verschaltet sind. Wenn also der Bizeps zieht, muss der Trizeps loslassen, sonst kann der Bizeps nicht ziehen. Der Beuger schickt die Information an den Stecker, dass er jetzt loslassen muss, damit er ziehen kann. Der Strecker lässt los. Wenn er aber das Gefühl hat, das Ziehen ist jetzt nicht gut, hemmt er den Zieher. Diese gegenseitige Hemmung können wir messen und ist eine neurologische Funktion und wenn diese intakt ist, habe ich ein messbares System.


Wenn ich jetzt Faktoren habe, die im Körper Stress auslösen, dann kann es sein, dass diese neurologische Regulation aus dem Ufer läuft und das kann ich über den Muskel messen. Der Muskel funktioniert nicht so, wie wir es ursprünglich zum Erwarten hatten.


Diese Reize können Nahrunsgmittel, Kosmetika, etc. sein, um sie z. B. auf ihre Verträglichkeit zu testen, es können aber auch Bewegungen sein, wenn ich zum Beispiel den Kopf nach links oder rechts drehe und der Muskel z. B. schwach wird, kann ich auf eine Funktionsstörung z. B. der Halswirbelsäule schließen. Das Testverfahren ist also das Messen der Muskelfehlreaktion als Maß einer neurologischen Störung.


Der kinesiologische Muskeltest ist somit einiges sensibler als z. B. der Prick-Test als allergologisches Testverfahren zum Feststellen von Unverträglichkeiten und Allergien.


Wenn der Körper nun auf mehrer Reize mit Stress reagiert, muss ich mich fragen, was das eigentliche Problem des Patienten ist und dass es hier nicht ausreicht, einfach die Substanzen wegzulassen. Da ist eine ausgeprägte Regulationsstörung des Immunsystems vorhanden. Hier können chronische Darmerkrankungen, Schwermetallbelastungen, Narben oder auch emotionale Ursachen u. a. Auslöser sein. Und wenn man diese Faktoren aus dem System nimmt, kann das Immunsystem wieder in eine normale Regulationsfähigkeit gehen. Die Ursachenforschung ist hier das A & O, also wo kommt z. B. eine Unverträglichkeit tatsächlich her.


Ähnlich wirken Messverfahren wie die Einhandrute. All diese manuellen Testungen erlauben es uns, auf Ursachenforschung zu gehen und die wahren Auslöser für körperliche Symptome aufzudecken.

Hier kommen Testverfahren wie Bio-Scan oder Bio-Resonanz-Geräte an ihre Grenzen und viele Menschen nehmen nach einer Bio-Scan-Messung viele Nahrungsergänzungsmitteln ein, die sie vielleicht gar nicht brauchen würden, da ja die Ursache ganz wo anders liegt. Die Reliabilität dieser Messgeräte ist aber auch aufgrund anderer Problemen fragwürdig. Dazu empfehle ich dir den Bericht des Bayrischen Rundfunks auf YouTube unter https://www.youtube.com/watch?v=XfLuQuTQ10E&fbclid=IwAR1pOPf_f0fYY2LJ0sgOqIrEkEpKcuKGeB2NTISqAqml9HChugPPgquIrqs anzusehen.


Meine Buchempfehlung: John Diamond: "Dein Körper lügt nicht"






37 Ansichten

Kontakt

MamaPlusKind Gesundheitspraxis, Cumberlandstraße 6, 4810 Gmunden

info@gabrielarossini.at  |  Tel: +43 677 63091016

  • Black Facebook Icon
  • Black Instagram Icon